Behauptung:
Biber machen nur Probleme

Tatsache:
Konflikte treten nur in 30% der Reviere auf – und werden durch Biberberater gelöst

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigen, dass „nur“ in etwa 30% der bayerischen Biberreviere überhaupt Konflikte bekannt werden; der größte Teil der bayerischen Biber lebt also konfliktfrei, oft gar nicht bemerkt oder mit kleineren Konflikten, die von Betroffenen toleriert werden.

Dort wo Konflikte auftraten, konnten dank zweier seit 1998 vom Bayerischen Naturschutzfonds, vom Europäischen Sozialfonds und vom Bund Naturschutz finanzierter landesweiter Bibermanager und über 200 örtlicher Biberberater in über 80% der Fälle mit den Betroffenen Lösungen gefunden (technische Sicherungsmaßnahmen, Elektrozäune, Dammentfernen, Flächenankauf, Ausgleichszahlungen aus BN-Härtefonds, Vermittlung von KULAP- oder VNP-Förderprogrammen), und zumeist auch umgesetzt werden. Die Biberberater sind über Handy erreichbar und wenn nötig innerhalb von Stunden vor Ort. In den Fällen, in denen es bei Umsetzung von in persönlichem Gespräch gemeinsam gefundener Lösungen klemmt, liegt es meistens an fehlenden Finanzierungsmöglichkeiten (finanziell nicht ausreichende staatliche Förderprogramme) oder an der Einbindung von Landwirten in andere Förderprogramme (Gefahr Doppelförderung).

Wenn es bei besonderen Konfliksituatiionen wie in Kläranlagen, bei Gefährdung von Fischteichen oder Wegen wirklich keine andere Möglichkeit gibt, werden seit 1996 in Bayern die Biber durch Lebendfallen weggefangen, in Einzelfällen auch geschossen. Bislang (Stand Ende 2008) ca. 3.000 Tiere, die für Wiedereinbürgerungen in andere europäische Länder exportiert (ca. 930 Tiere) oder nach dem Fallenfang getötet wurden.

Dieses flexible, auf den Einzelfall zugeschnittene und pragmatische Bibermanagement in Bayern ist weltweit vorbildlich! Andere Länder (Baden-Württemberg, Österreich) übernehmen jetzt das bayerische Vorbild, die Anfragen kommen selbst aus Skandinavien.

 

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